Kurzinfos Februar 05


Die EU-Forschung braucht jährlich Millionen von Tieren

In Europa werden nach Angaben des Deutschen Tierschutzbunds jedes Jahr Millionen von Tieren zu Versuchszwecken eingesetzt, ein Fünftel davon allein in Deutschland. Der Verband erklärte in Bonn, dies gehe aus der jüngsten Versuchstierstatistik der Europäischen Kommission hervor. Die Tierschützer sprachen von einem «traurigen Rekord». Fast 5,5 Millionen Mäuse, 2,3 Millionen Ratten, 1,6 Millionen Fische, 21 000 Hunde, 3800 Katzen, 10000 Affen und zahlreiche andere Tierarten leiden und sterben laut den Tierschützern jährlich in den Labors und Forschungsanstalten, knapp 4 Millionen davon in der Grundlagenforschung. Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes warf den grossen Forschungsförderorganisationen vor, sie würden ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht gerecht. Nötig sei eine Abkehr von Tierversuchen hin zu Zellkulturverfahren. Wenn die Europäische Kommission nächstes Jahr die geplante EU-Chemikalienverordnung verabschiede, werde die Zahl der Tierversuche zudem weiter ansteigen. NZZ, 4. Februar 2005, S. 19.


Eine neue Studie liefert zusätzliche Belege dafür, dass der Mensch die Haupttriebkraft für die globale Erwärmung ist. Wissenschaftler fanden heraus, dass der Anstieg der Ozeantemperatur in den letzten 40 Jahren und der Anteil an Treibhausgasen in der Atmosphäre deutlich korrelieren. Das widerlege das zentrale Argument von Klimaskeptikern, der Klimawandel sei ein natürliches Phänomen. Der Anstieg der Ozeantemperatur könne nicht auf natürliche Ursachen zurückgeführt werden, so die Wissenschaftler. Süddeutsche Zeitung 22 Februar 2005

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